Module

Module

Die Module des Curriculums

umfassen u.a. die folgenden übungs- und erlebniszentrierten Schwerpunkte in Theorie und Praxis.

  • Technische Grundlagen (Materialkunde, Vorstellung verschiedener Bogenarten und -schießstile, sicherheitsrelevante Aspekte)
  • Körperliche Aspekte
  • Anwendungsbereiche und Modifikationen des Bogenschießens je nach Zielgruppe (Kinder/Jugendliche, Rehabilitation, Persönlichkeitserweiterung, Prävention)
  • Indikationen und Kontraindikationen
  • Einzel- und Gruppenarbeit / Umgang mit herausfordernden Personen und Situationen
  • Einsatz von Hilfsmitteln ("Theraband", "Fun"-Elemente)
  • Haltung und Haltungskorrekturen
  • Erkennen und Förderung gruppendynamischer Prozesse
  • Implizite Themen wie Spannungsregulation, Zentrierung, Standfestigkeit, Loslassen
  • Themen wie z.B. realistische und überzogene Zielsetzungen
  • Umgang mit Leistungsdruck, Erkennen von Leistungsmustern
  • Spirituelle Aspekte (Einsatz von Meditation, Übungen zur Achtsamkeit und Sensibilisierung, Stärkung der Wahrnehmungsfähigkeit im Innen und Außen)
  • Integration von Ritualen
  • Voraussetzungen und erste Schritte zur Umsetzung der Fortbildung in die Praxis (Aufbauhilfe)

Die Reihenfolge und Schwerpunktsetzung der einzelnen Module kann prozessabhängig differieren.

In allen Modulen gibt es vertiefende Korrekturen der Bogenschießhaltung und praktischen Unterricht in der Verfeinerung/Weiterentwicklung der eigenen Schießtechnik.

Während des fünftägigen Abschlussmoduls erfolgt eine praxisorientierte Prüfung (Lehrprobe) – mit anschließender Zertifikatsausgabe. Die Teilnehmenden zeigen in der Prüfung, dass sie künftig verantwortlich Bogenschießgruppen und Einzelpersonen anleiten können und dafür während der Fortbildung sowohl den persönlichen Entwicklungsprozess darstellen können als auch didaktisch-methodisches Rüstzeug erworben haben.

Fakultative Module

Während der Fortbildung wird auch die sog. KSL-Technik vorgestellt. Bei Interesse wird diese Technik in zwei fakultativen Modulen gelehrt. Im ersten Modul steht das Erlernen im Mittelpunkt, im zweiten Modul die Weitergabe dieser Technik. Die Termine (jeweils am Samstag und Sonntag) werden mit den Interessierten vereinbart. Die Kosten hängen von der Teilnehmerzahl ab.

Es handelt sich dabei um eine Technik, die die neuesten biomechanischen Erkenntnisse einbezieht und beim Bogenschießen erfahrbar macht. Diese Methode arbeitet mit Winkeln und Kreisbewegungen, ist dadurch gelenk- und Rückenschonend und gleichzeitig sehr effizient (da weniger kraftaufwändig). Diese angulare Technik wird entweder KSL-Technik (KSL-Methode) oder B.E.S.T. (Biomechanic Efficient Shooting Technique) genannt und wurde vom sehr (bogenschieß)erfahrenen Koreaner Kisik Lee konzipiert und weiterentwickelt. Er ist heute der Trainer des US-amerikanischen Nationalteams, das inzwischen die Weltrangliste im Bogenschießen bei den Männern anführt. Immer mehr Trainer/-innen wenden inzwischen diese Technik an, um ihre Hochleistungsschützen und -schützinnen vor allem vor Verletzungen oder Langzeitschäden (meist in der Schulter) zu bewahren. Die KSL-Technik wurde für den Wettkampf-Recurvebogen entwickelt, in etwas abgewandelter Form kann sie auch für den Blankbogen (Recurvebogen ohne Hilfsmittel) und Langbogen eingesetzt werden. Unter diesem Link gibt es einen Zeitungsartikel über die KSL-Schusstechnik >>. Wer jedoch die seit Jahrzehnten gelehrte sog. lineare Grundtechnik beibehalten möchte, ist selbstverständlich ebenfalls bei der Fortbildung willkommen.